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Zwischen Nudeln und Nutella

Wie sieht ein gutes Sportlerfrühstück aus?

Beim Frühstück tanken die Fahrer der Tour de France Energie für den Tag. Doch was kommt tatsächlich auf den Tisch? Die Ernährungsberaterin des BMC Racing Teams, Judith Haudum, gibt Einblicke in den Alltag der Fahrer. Auch kleine Sünden sind erlaubt. Ein Deal mit der Ernährungsexpertin macht’s möglich.

Die Ernährungsexpertin Judith Haudum berichtet von ihrer Arbeit mit dem BMC Racing Team

Beim Frühstück tanken die Fahrer der Tour de France Energie für den Tag. Doch was kommt tatsächlich auf den Tisch? Die Ernährungsberaterin des BMC Racing Teams, Judith Haudum, gibt Einblicke in den Alltag der Fahrer. Auch kleine Sünden sind erlaubt. Ein Deal mit der Ernährungsexpertin macht’s möglich.

Das Frühstück – Vielfalt ist Trumpf

Das Frühstück ist der wichtigste Start in den Tag. Hier wird der Körper wachgerüttelt und die letzten Depots werden mit Energie gefüllt. Wie in allen Ausdauersportarten gilt auch hier: Kohlenhydrate sind Trumpf! Die Auswahl der Fahrer ist hier ganz unterschiedlich. Der Eine begnügt sich mit Nudeln, ein Anderer nimmt sich zuerst einen Teller Müsli und gibt noch frisches Obst hinzu, bevor er dann zu Pasta greift. Was alle vermeiden, sind schwere Mahlzeiten. Auch wenn im Hotel oft verführerische Mehlspeisen angeboten werden: die liegen dann am Start noch im Magen, weil sie so viel Zeit brauchen, um verdaut zu werden. Unsere Fahrer wollen aber leicht und fit an der Startlinie stehen, deswegen ziehen sie Müsli, Brot und Nudeln vor. Der Frühstückstisch ist auch so reich gefüllt, weil es richtig und wichtig ist, dass die Fahrer Freude am Essen haben. Findet einer nicht das, was er gerne hätte, isst er vielleicht zu wenig, um den notwendigen Energiebedarf zu decken.

Extrawünsche beim Frühstück

Natürlich haben auch Fahrer Extrawünsche und man versucht, diese auch zu erfüllen. Solange es im Rahmen ist. Ein Hamburger wird wohl nie für alle auf den Tisch kommen, aber die ein oder andere kleine Sünde ist erlaubt - obwohl es nicht auf dem Speiseplan steht. Essen ist schließlich auch Kopfsache. Bestes Beispiel dafür ist Nutella: nicht gerade das Beste zum Frühstück, aber einige Fahrer brauchen es, vor allem wenn man bereits in der dritten Woche ist. In diesen Fällen einige ich mich mit den Fahrern auch auf einen Deal. Manche Dinge isst man nicht für die Gesundheit, sondern fürs Gemüt. Dazu gehört sicher auch Nutella. Also sollte es auch nicht völlig vom Frühstückstisch verschwinden. Ein Fahrer kann aber auch lernen, gewissenhaft mit solchen Produkten umzugehen - man muss Nutella ja nicht löffelweise essen. Sicher verbrennt ein Fahrer viele Kalorien, aber der Körper braucht auch viele Nährstoffe. Davon ist in solchen Produkten eben wenig zu finden. Deswegen gibt’s Nutella zwar, aber die Fahrer müssen gewissenhaft ihre Portionen wählen. Das ist der Deal…

Frühstück am Ruhetag

Der Tagesablauf und das Essen am Ruhetag unterscheiden sich auf jeden Fall von dem eines Renntages. Beim Frühstück gibt es beispielsweise keinen Weckruf. Jeder Fahrer darf schlafen, solange er will. Da die Belastung an dem Tag gering ist, gibt’s kein Wettkampffrühstück – das Omelette oder die Pasta bleiben mal weg. Die Mengen sind kleiner, aber dennoch vollwertig und gesund: vollwertiges Brot, Porridge, ein Esslöffel Nutella, frisches Obst und frischer Obstsaft sowie ein Stück Früchtebrot gestalten den Start in den Tag.

Judith Haudum ist 33 Jahre alt und stammt aus dem österreichischen Salzburg. Die studierte Sportwissenschaftlerin, Dozentin und Expertin für Sporternährung arbeitet beim Team BMC, das vom Sponsor PowerBar mit hochwertiger Sporternährung unterstützt wird.