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Interview mit dem Cheftrainer der Düsseldorfer EG (Eishockey)

Eishockeyprofi zu sein ist nichts für Weichlinge. Das heutige Eishockey fordert von den Spielern mehr Schnelligkeit und auch die Härte hat zugenommen. Es werden mehr „Checks“ ausgeteilt. Die physischen und mentalen Anforderungen sind enorm, daher muss alles stimmen, um im Profibereich erfolgreich zu sein. Training, Psyche und Ernährung, drei wichtige Bausteine, an denen stetig gefeilt werden muss. Christof Kreutzer, Cheftrainer der Eishockey Mannschaft der Düsseldorfer EG, liefert uns dazu exklusive Einblicke:

 

 Corinne: Eine wichtige Voraussetzung für einen erfolgreichen Eishockey-Profi ist die mentale Stärke. Wie werden psychische Kompetenzen geschult bzw. weiterentwickelt?

 

Christof: Die hohe Spieldichte im Eishockey fordert, dass die Spieler stets in bestmöglichster Verfassung sind – nicht nur körperlich sondern auch im Kopf. Regelmäßig finden daher Teambuilding-Maßnahmen statt. Mittels Videoanalysen werden die Spieler mit positiven Resultaten und individuellen Stärken motiviert. Das schafft Vertrauen in die eigene Leistung und Fähigkeiten und ist ein wichtiger Erfolgsfaktor. Wöchentlich, teilweise sogar täglich, finden zudem Einzelgespräche zwischen Cheftrainer, Co-Trainer, Spielern und eventuell Mentalcoach statt.

 

Corinne: Ausgeprägte Muskelmasse – neben einem eher geringen Körperfettanteil – zeichnet den Körper eines Eishockey-Profis aus. Die Ernährung, beziehungsweise im Speziellen hochwertige Proteine, sind für Muskelerhalt und -aufbau entscheidend. Welche Tipps geben Sie Ihren Spielern?

 

Christof: Die Spieler müssen verstehen, was ihr Körper wirklich braucht. Die Statur und Spielposition hat einen großen Einfluss auf die Ernährungsempfehlung. Die Anforderungen variieren z.B. zwischen einem Torwart und einem Stürmer. Nach Trainingseinheiten mit intensiver Muskelbeanspruchung konsumieren die Spieler meist einen Proteinshake oder einen Proteinplus 33% Riegel zur Förderung von Trainingsanpassungen und Muskelaufbau. Durch regelmäßige Schulungen von PowerBar wird das Wissen über Basisernährung erweitert und der optimale, individuelle Einsatz von Sporternährungsprodukten geschult.

 

Corinne: Ein Flüssigkeitsmangel kann die Leistung beeinträchtigen. Der Schweißverlust während eines Eishockey-Spiels ist nicht zu knapp. Wie wird der hohe Flüssigkeitsverlust kompensiert?

 

Christof: Jeder Spieler hat ein sehr gutes Verständnis was den eigenen Flüssigkeitsbedarf betrifft. Vor, während und nach dem Training oder Spiel wird ausreichend getrunken. Den Profis ist auch klar, dass Elektrolyte eine wichtige Rolle für eine ausgeglichene Flüssigkeitsbalance spielen. Jeder hat da so seine eigenen Strategien, womit die Trinkflasche im Training gefüllt ist. Einige Jungs mischen beispielsweise verschiedene Geschmacksrichtungen des Isoactive Sportgetränks zusammen, bevor die Trinkflasche gefüllt wird.

 

Corinne: Was empfehlen Sie Spielern in den Drittelpausen eines Spiels? Sind die Empfehlungen allgemein oder gibt es individuell unterschiedliche Ernährungsempfehlungen?

 

Christof: In erster Linie hängen die Empfehlungen von der Spielintensität ab. Bei Playoffs oder Verlängerungen ist der Bedarf höher. Von den Betreuern bekommt jeder Spieler zwei Trinkflaschen, eine gefüllt mit der isotonischen Isoactive-Mischung und eine mit Wasser. Getrunken wird dann in den Drittelpausen und bei Spielerwechseln. Damit der Energielevel konstant bleibt, essen die Jungs, je nach Spielintensität, jeweils einige Bissen bis zu einem halben Energize Riegel in den Pausen.

 

Corinne: Welchen Stellenwert hat Alkohol bei Ihren Spielern?

 

Christof: Grundsätzlich sollten die Spieler auf Alkohol verzichten. In harten Phasen der Spielzeit und in der Saisonvorbereitung ist Alkohol tabu! Bei einer Meisterfeier oder nach Saisonende, kann das gerne nachgeholt werden.

 

Vielen herzlichen Dank für das Gespräch und die interessanten Einblicke in das DEG Team!

 


Bilder: Birgit Häfner

© Corinne Mäder Reinhard, Senior EU Sport Nutrition Manager PowerBar. International Olympic Committee post-graduate Diploma in Sports Nutrition