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Eine gesunde, kohlenhydratangepasste Ernährung mit der neuen Flexi-Carb Pyramide

Effektives Workout bedingt einen maßgeschneiderten, individuell angepassten Trainingsplan. Das gilt auch für eine gesunde Ernährung, denn eine allgemeine Patenlösung gibt es nicht. Hobbysportler, mit zwei Fitness-Studio-Einheiten und ansonsten einer sitzenden Büro-Tätigkeit, benötigen weniger Kohlenhydrate (z.B. Brot, Reis, Nudeln, Kartoffeln) als beispielsweise Ausdauerathleten in der Wettkampfphase. Die modernen Ernährungsempfehlungen sowohl für die Sporternährung als auch für den Alltag beinhalten daher eine an den Bewegungslevel angepasste Kohlenhydratzufuhr.

Der renommierte Ernährungswissenschaftler Prof. Dr. oec. troph. Nicolai Worm hat für den heutigen Lebensstil eine neue mediterrane Flexi-Carb Pyramide entwickelt. 

Ein flexibles Ernährungsmodell, bei welchem in erster Linie die Kohlenhydratmengen je nach Muskelaktivität gewählt werden. Professor Nicolai Worm erklärt: „Je weniger wir uns bewegen, desto weniger verträgt unser Körper Kohlenhydrate. Je mehr wir unsere Muskeln anstrengen, desto besser kommen wir mit ihnen klar – bzw. desto mehr nützen sie uns. Ernährung und Bewegung sind untrennbar und daher muss je nach Aktivitätslevel und -intensität die Kohlenhydratmenge individuell und flexibel angepasst werden.“ Die Flexi-Carb-Pyramide basiert zudem auf verschiedenen Landesküchen der Mittelmeerregion. „Die aktuelle Forschungslage liefert gute Beweise, dass die moderne mediterran inspirierte Ernährung mit reichlich Gemüse, Nüssen, Obst, Hülsenfrüchten, Milchprodukten, gesunden Fetten, Fisch und Fleisch gesundheitsförderlich ist“, sagt Experte Prof. Nicolai Worm.

Die Gruppierung der Nahrungsmittel auf der Flexi-Carb-Pyramide erfolgte auf der Basis von vier objektiv messbaren Kriterien. Je mehr von ihnen erfüllt sind, desto weiter rutschen die Lebensmittel nach unten: 

  1. Energiedichte: Die Energiedichte eines Lebensmittels wird definiert als Kalorienmenge pro 100 g Nahrung. Liegt diese unter 125 kcal/100g, spricht man von einer niedrigen Energiedichte. Entsprechend sind diese Lebensmittel eher auf der Pyramidenbasis zu finden.
  2. Nährstoffdichte: Lebensmittel mit einer hohen Nährstoffdichte (u.a. Vitamine, Mineralstoffe, Ballaststoffe) pro 100 kcal finden sich in den unteren Pyramidenstufen. Je »leerer« die Kalorien sind, desto weiter oben sind sie platziert.
  3. Kohlenhydratgehalt/glykämische Last: Lebensmittel mit einem niedrigen Kohlenhydratgehalt sind eher unten auf der Pyramide zu finden
  4. Verarbeitungsgrad: Frische Lebensmittel der Saison sollten überwiegen

„Nur in »Zweifelsfällen« stützen wir uns für das zu bewertende Lebensmittel auf die derzeitige Datenlage aus Langzeitbeobachtungsstudien. Unser Vertrauen in die Epidemiologie ist nicht so hoch wie in die objektiv messbaren Kriterien“, erklärt Professor Worm.

Von den Lebensmitteln auf den unteren Pyramidenstufen darf man täglich und genügend und von den oben platzierten sollte je nach sportlichem Pensum verzehrt werden. Wer sich viel bewegt, darf bei den Kohlenhydratportionen also entsprechend mehr zulangen.

 


 

© Corinne Mäder Reinhard, Senior EU Sport Nutrition Manager PowerBar.

International Olympic Committee post-graduate Diploma in Sports Nutrition

Weitere Informationen zu Flexi-Carb unter: http://flexicarb.rivaverlag.de